Der Hugendubel-Effekt

Diese Pressemeldung setzte Zeichen: Hugendubel, eines der größten inhabergeführten Buchhandelsunternehmen Deutschlands, wird den Novitäteneinkauf bereits ab Herbst 2018 ausschließlich über VLB-TIX durchführen und die Printvorschauen bei den Verlagen abbestellen.

»Die Reaktionen der Verlage waren positiv«, so Oliver Mader, zuständiger Geschäftsführer bei Hugendubel. Die Einführung von VLB-TIX in allen über 100 Hugendubel-Filialen verläuft nach Plan. Für das Unternehmen ein Effizienzgewinn: »Der komplexe Einkaufsund Auswahlprozess wird dadurch extrem erleichtert. Davon profitieren nicht nur unsere Mitarbeiter, sondern auch die Kunden, da die Titelauswahl besser wird und mehr Zeit für die Beratung bleibt«, so Nina Hugendubel, geschäftsführende Gesellschafterin.

Für die meisten Verlage kam die Ankündigung nicht überraschend. Sie arbeiten bereits mit VLB-TIX und kennen die Prozesse, etwa das eigene Hugendubel-Template, über das Vorschauinformationen angeliefert werden. »Gut, dass Hugendubel diesen Schritt geht und die Henne-Ei-Problematik von VLB-TIX als Plattform durchbricht«, sagt John Dieckmann, Vertriebsleiter bei Thienemann Esslinger. »Wir hoffen, dass mehr Buchhändler diesem Schritt folgen und die Vorteile von VLB-TIX beim Einkauf schätzen lernen. Wenn Buchhändler VLB-TIX flächendeckend einsetzen, werden auch die Verlage nachziehen.« Svenja Burbach, Key-Account-Managerin bei Bastei Lübbe, ergänzt: »Hugendubel hat durch das Abbestellen der Printvorschau einen strategisch notwendigen Schritt in Richtung Digitalisierung vollzogen. In der praktischen Umsetzung stehen Händler und Verlage nun vor einigen operativen Herausforderungen.« So müssten etablierte Routinen evaluiert oder abgelöst werden.


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